Das Außerordentliche geschieht nicht
auf glattem, gewöhnlichem Wege.
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)

Vom Unter-Nehmer zum Kultur-Geber

Die Trennung von ultrafilter eröffnet Freiräume, die dem Unternehmer Jahrzehnte lang verwehrt waren. Ein Liebhaber der Ästhetik, ein Freund von Kunst und Kultur war Dirk G. Kronsbein von Jugend an. Nun hat er Kopf und Herz frei, sich ihnen zu widmen. Das Schicksal führt ihn, den Musicalfan, in London zunächst widerwillig („Ich habe mir einen Platz am Rand geben lassen, damit ich jederzeit abhauen kann“) in die Welt der Klaviermusik. In der Royal Albert Hall erlebt er Daniel Barenboim, das Konzert wird zum Schlüsselerlebnis. Seither ist Dirk G. Kronsbein ein lustvoll Reisender in Sachen Klassik, Stammgast bei Großereignissen in Mailand, Wien, Salzburg, München, London und New York. Daneben gehört seine Liebe der Bildenden Kunst.

Doch nicht nur. Dirk G. Kronsbein mag sein neues Leben den schönen Künsten widmen – in Schönheit sterben, ist sein Ding nicht. Er ist und bleibt ein Visionär und Macher, und mehr denn je ein Förderer. Als Sammler und Mäzen sucht und schafft er heute den Erfolg für junge oder unbekannte Talente. Dabei geht es längst nicht nur um finanzielle Unterstützung. Seine Schützlinge profitieren vor allem vom immensen „Netzwerk Kronsbein“, das der Unternehmer über Jahrzehnte aufgebaut und gepflegt hat. Wie einst im Vertrieb bereitet es ihm heute eine Riesenfreude, zusammenzubringen, was zusammengehört: Klassikfans und junge Pianisten, Maler und Fotografen mit „passenden“ Sammlern, Kunstschaffende und Öffentlichkeit. Mit dem ihm eigenen Gespür und der Durchsetzungskraft, die einst seine Geschäftspartner rühmten, wählt er heute Kunst und Künstler aus, kreiert den Rahmen, sorgt für die unabdingbare mediale Begleitung. Als kreativer Dreh- und Angelpunkt und eleganter Rahmen fungiert seit 2013 Dirk G. Kronsbeins eigene „Galerie Kronsbein“ im Herzen Münchens.

Schmunzeln lässt ihn allenfalls die Frage nach einem möglichen eigenen künstlerischen Schaffen: „Malen im Sinn von Bildern für die Seele - vielleicht. Aber einem Instrument nähere ich mich nicht – das könnte ich nie mehr so gut lernen, dass es mir und anderen gefällt.“